Archive for the ‘Newsletter’ Category.

Was Ihr erwarten könnt

Die Neujahrsferien in China sind vorbei – und das Massenproduktionswerk hat langsam begonnen, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Wir haben momentan täglichen Kontakt mit ihnen, hier ist unser Plan:

Im Moment werden die Maschinen wieder in Betrieb genommen: Gesäubert und gewartet. Die eigentliche Produktion wird in den nächsten Tagen anlaufen, wahrscheinlich am Montag. Dann sollten täglich eine Menge Pandora-Gehäuse ausgespuckt werden :)

Während das passiert, versuchen wir, dass sie nochmals einen Bedruckungs-Test machen (und uns ein Foto davon schicken. Mit diesem können wir dann entscheiden, ob wir die Pandoras nackt lassen oder mit einer schönen Bedruckung versehen.

Wenns bis zur Massenproduktion nicht klappt, dann gehts wohl ohne Bedruckung los (wir wollen ja keine weitere Zeit verschwenden).

Was das Betriebssystem angeht: Unsere Entwickler arbeiten hart dran (obwohl sie eigentlich gar keine Zeit haben, da sie im normalen Leben schon gut ausgelastet sind).
Sicher wird das nicht das am meisten polierte OS sein, das jemals veröffentlicht wurde – aber okay, wer ein sauber poliertes OS will, sollte sich einen Apple holen (und verpasst dann den ganzen Spaß, den wir alle haben werden wenn wir das Pandora OS weiterentwickeln)

Was könnt Ihr also erwarten, was geht, was geht nicht, wo muss noch was gemacht werden?

Was geht:

  • Der Desktop funktioniert komplett. Es ist wie eine normale PC-Desktopoberfläche. Man hat seinen Dateimanager, Fenster, Programme, etc.
  • Das PND-System funktioniert: Ihr könnt einfach die Spiele auf die SD-Karte kopieren, diese in die Pandora rein – und LOSSPIELEN!
  • Programme: Die mitgelieferten Programme funktionieren soweit gut: Midori, Abiword, Orage, Pidgin, XChat, etc.
  • Musik hören: XMMS funktioniert einwandfrei.
  • Filme ansehen: Geht prinzipiell, hat aber noch ein paar Probleme (siehe unten).
  • USB Geräte: Ihr könnt USB-Sticks, Festplatten, Mäuse, Tastaturn, etc. anschließen. Standard-Geräte laufen direkt ohne Probleme.
  • TV Out: Funktioniert, zunächst aber nur im SVHS-Modus (weitere Infos unten)
  • Stromsparmodus: Ist drinnen und funktioniert. Im Moment reicht er etwa 50 Stunden. Nicht lange, aber es gibt hier noch viele Teile, die man abschalten könnte, um Strom zu sparen. Braucht aber ein wenig Arbeit. Auf jeden Fall reicht es jetzt schon aus, um die Pandora für ein paar Stunden beiseite zu legen, ohne sie gleich neu starten zu müssen.
  • LED-Warnung (blinkt), wenn der Akku leer wird. Wenn der Akku fast komplett leer ist, fährt sich das Gerät automatisch runter.
  • Tastatur, Nub als Maus, Touchscreen… funktioniert alles.

Und was für Probleme gibt es?

  • Das wohl größte Problem: WiFi ist immer noch in Arbeit. Der Treiber geht – aber ohne SDIO war er zu langsam. DJWillis arbeitet daran, ihn auf SDIO umzubauen, aber das braucht einiges an Zeit. Eventuell schafft er, das ganze bis zur Auslieferung noch komplett zum Laufen zu bekommen, aber vielleicht braucht WiFi auch ein paar Wochen länger. Vielleicht wollen ja auch ein paar weitere Entwickler aushelfen, sobald sie ihre Pandora in den Händen halten :)
  • Es gibt noch keinen Software-Audio-Mischer. Kein großes Problem, denn die Lautstärke an sich regelt man ja mit dem Drehregler. Wenn man aber mehrere Programme gleichzeitig mit Sound laufen hat, ist das ein Problem. Auch der Equalizer geht noch nicht. Sound an sich geht aber, wer also NUR Musik hören oder NUR Spielen  (und nicht beides gleichzeitig) will, hat keine Probleme.
  • TV-Out läuft momentan nur mit SVHS: Die Entwickler, die den TV-Out-Treiber für den OMAP geschrieben haben, haben alle Einstellungen dynamisch und sofort veränderbar gemacht – nur nicht, ob Video über Composite oder SVHS rausgehen soll (warum auch immer): Das ist fest im Kernel verankert. Bis wir das aus dem Kernel in den Userspace übertragen haben, wird Bild nur über SVHS ausgegeben.
  • Da viele Programme ja Standard-PC-Programme sind, aus einer Zeit, in der es 800×600 und nicht 800×480 gab, sind einige noch nicht auf den kleinen Bildschirm angepasst. Wie z.B. die XFCE4-Einstellungen. Da ist das Fenster größer als der Pandora-Schirm. Man kann alles einstellen, aber man muss eben das Fenster durch die Gegend bewegen, um an alle Buttons zu kommen. Nichts schlimmes also. Die meisten modernen Programme (Midori, Abiword, etc.) passen sich dynamisch an und somit hat man hier keine solchen Probleme.
  • Movieplayer: Filme abspielen funktioniert an sich, allerdings fehlt noch die Nutzung der Hardwarebeschleunigungen. Heißt: Videos abspielen läuft noch komplett über die CPU und braucht daher viel Rechenleistung. xvid-Videos in DVD-Qualität laufen noch, H264 packt das Gerät so aber noch nicht.Auch gibt es ein paar Darstellungsprobleme: Die Menus der Player sind HINTER dem Videofenster. Einstellungen sollte man also vornehmen, während kein Video läuft. Wenn man das Video mal gestartet hat, läuft alles sauber. Das sollte alles viel besser werden, sobald wir Hardwareunterstützung drin haben.
  • Es gibt natürlich noch viele andere Dinge, die optimiert werden können: Die Bootgeschwindigkeit läßt sich bestimmt erhöhen, weiter (fingerfreundliche?) Themes könnten erstellt werden und weitere kleinere Fehler (wie z.B. das Problem, dass der Ubuntu-Netbook-Launcher sich nicht mit seiner normalen Logout-Routine beendet werden kann, sondern man dafür einen Logout im Menu hat, …) können noch ausgebessert werden. Alles in allem nichts schlimmes, was das System nicht verwendbar macht, nur Sachen, die man eben verschönern kann!

Bis auf WiFi schaut das ganze soweit ganz gut aus, kann aber natürlich immer noch verschönert werden.
Erwartet bitte auch keine perfekt funktionierenden Spiele und Emulatoren vom ersten Tag an – wenn Entwickler auf ein neues System wechseln, müssen sie sich erstmal herantasten und bis auf die Kern-Entwickler vom OS hat ja noch niemand eine Pandora. Sobald sie draußen ist, sollte es aber ziemlich schnell eine Menge Software zum Rumspielen geben…

Einige der oben aufgezählten Punkte mögen auch bis zur Auslieferung schon behoben sein – hoffen wir auf WiFi! :)

Kurz was über zukünftige Firmware-Updates:

Wenn alles soweit gut funktioniert werden wir ein eigenes Repository aufsetzen. Hier befinden sich dann getestete Pakete und somit lassen sich auf einfache Art Firmware Updates durchführen.
Am Anfang werden alle Updates aber Full-Flash-Updates sein, solange, bis das Grundsystem sauber läuft. Danach wird alles über den Repository-Server laufen.

Jeder, der uns helfen möchte, kann das gerne tun. Es wird einen Bugtracker geben, über den man alle Probleme melden kann. Das OS an sich ist über einen GIT zu beziehen,  so dass jeder Entwickler mithelfen und Patches an uns schicken kann.

Die ersten Monate wird sich wohl viel am OS tun – wenn ich mir ansehe, was unsere Handvoll Entwickler bereits geleistet haben… und wenn sie ausgeliefert wird, wird es viele Entwickler mehr geben.

Quelle

Hättet Ihr gedacht, dass es schlecht sein kann, wenn etwas FRÜHER als erwartet eintrifft?

Offizieller Blogeintrag:

Hätten wir auch nicht. Aber es ist passiert – und hat viele viele Diskussionen hervorgerufen.

Die Gehäuse sind am Freitag angekommen, nicht – wie erwartet – erst heute. Eigentlich wäre das ja gut – wären wir nicht von der Qualität schockiert gewesen. Schaut Euch nur die Bilder an, die in den Foren rumfliegen, und Ihr werdet wohl zustimmen.
Das dumme an verschiedenen Zeitzonen ist: Als Michael die Gehäuse bekommen hat, war es schon zu spät, im Werk in China anzurufen um herauszufinden, was schief gelaufen ist.

Das wiederum führte zu einer gewaltigen Turbulenz im Forum – was auch verständlich war. Wie gesagt, wir waren selber schockiert.

Aber so wie es aussieht war das wieder etwas, was wir lernen mussten: Spritzgussgehäuse schauen IMMER so schlecht aus, wenn nur einige wenige produziert werden.

Nachdem wir uns von dem ersten Schock erholt hatten, haben wir uns der Sache angenommen und sowohl drüber nachgedacht als auch ein wenig recherchiert. Ich konnte eigentlich nicht glauben, dass so die fertigen Gehäuse aussehen werden. Mal im Ernst, welche Firma würde zwölf Jahre im Geschäft bleiben, wenn ihre Produkte zerkratzt und billig aussehen wie unser Testgehäuse – und zudem noch Risse hat? Nein, das MUSSTE es eine Erklärung für geben.

Einige im Forum, die in der Spritzgussproduktion arbeiten, haben uns ein wenig weiter geholfen. Ich habe auch mit ein paar Jungs über ICQ gesprochen – und habe eigentlich von allen die gleichen Antworten erhalten:
Es dauert lange, um gute Ergebnisse bei einem Spritzguss-Durchlauf zu bekommen: Die Maschinen brauchen ein paar Stunden um sich komplett aufzuheizen und die Gußform muss exakt angepasst werden. Das würde aber bedeuten, dass die Maschine für diese Stunden nicht für ein Massenproduktionen eingesetzt werden kann – und das wäre ein Geldverlust für das Werk.
Daher werden für ein paar Testgehäuse die Maschinen oftmals nicht vollständig erhitzt.

Aber: Wenn nicht vollständig erhitzt wird, bleibt das Plastik gerne in der Gußform stecken. Wenn dieses manuell wieder entfernt werden müsste, könnte das die Gußform beschädigen – und das wäre gar nicht gut.
Um das zu verhindern, wird ein wenig mehr Schmiere dem Plastik hinzugefügt – und dementsprechend schaut es auch schlechter aus.

Ein weiterer Punkt ist, dass bei sowas auch gerne Plastik recycelt wird: Warum sollte man teures neues Plastik einschmelzen, wenn es sich nur um Testmuster handelt, die nicht verwendet werden? Daher kommen die Farbverfälschungen. Da normalerweise auch kein Finishing durchgeführt wird, schaut das ganze auch zerkratzt aus.

Nachdem uns das ein wenig beruhigt hatte, mussten wir nun nur noch warten, bis Fatihs Freund endlich bei der Fabrik anrufen konnte.

Und ratet mal: Genau DAS ist auch passiert. Die Muster waren nur dazu gedacht, um zu überprüfen, ob alles passt. Für die Massenproduktion werden die Maschinen sauber erhitzt und abgekühlt und auch die Gußform wird sauber justiert. Zudem kommt dann auch noch das Finishing dazu. Genau das hat uns das Werk heute erzählt.

Zudem erfüllt ihre Qualitätskontrolle einen ISO-Standard.

Da die chinesischen Ferien sich annähern kann man sich auch denken, dass einige weitere Kunden  versuchen, so schnell wie möglich produzieren zu lassen. Sie hatten also nicht viel Zeit und die Gussform nur schnell kalibriert.

Also was sollen wir sagen? Wir haben uns entschieden: AUF GEHTS! Sie sollen die Gehäuse produzieren – solange wir nicht wirklich die Massenproduktion starten, werden wir ohnehin keine echten Gehäuse bestaunen können!

Hoffen wir mal, dass sie soviele Gehäuse wie möglich vor ihrem Neuen Jahr produzieren können!

Quelle

Grünes Licht

Craig teilte im englischen Forum mit, dass die Massenproduktion der Gehäuse nun anlaufen wird.
Oder in kurz:

Grünes Licht ;)

Die letzten Gehäuse sahen nur so schlecht aus, da die Maschinen nicht richtig aufgewärmt bzw. angepasst waren. Es war halt ein Schnelldurchlauf. Hurra <:-P

We spoke to the factory over night, everything is cool. Those errors were because the machine was not warmed up/tweaked/cooled. They would never mass produce something with such errors.

They just assumed we would know that.
So, green lighted.


Quelle

Alles nur halb so schlimm – Teil 2

EvilDragon hat sich zu Wort gemeldet und versucht ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen:

Soooo, jetzt melde ich mich hier mal kurz zu Wort, hab ja viel lesen müssen :)

Zum Einen sieht das Gehäuse in real nicht so schlimm aus, wie auf den Fotos. Das ist eine billige Kamera, die das Gehäuse eher matschbraun erscheinen läßt, tatsächlich ist es aber schwarz :)
Es sieht von der Farbe aus wie meines – und das habt Ihr ja schon mit einer besseren Kamera fotografiert gesehen.

Zun Anderen: Wartet einfach noch das Telefonat mit den Chinesen ab. Wir haben uns am Wochenende auch nochmal über Moulding, etc. genauer informiert.
Damit so eine Maschine sauber funktioniert, muss das Werkzeug sauber eingerichtet werden und die Maschine muss sich völlig aufheizen.
Das dauert mehrere Stunden und bei solchen Tests wird das meistens schnell gemacht, so dass dabei das Gehäuse deutlich schlimmer aussehen würde als es dann nach der Massenproduktion aussieht.
Denn sonst würde die Maschine für einige Stunden nicht benutzbar sein, was natürlich Geldverlust bedeutet.
Auch wird hier oft bereits verwendetes Plastik (z.B. von einer fehlerhaften Produktion) neu eingeschmolzen, was auch nochmal zu verschiedenfarbigem Aussehen (wie wir es hier haben) führen wurde.
Ebenso wird meist das Finishing nicht aufgebracht.

Nachdem wir nach Gehäuseempfang das Werk nicht mehr erreicht haben, werden wir Montag gleich nachfragen, was hier passiert ist.
Sollte sich tatsächlich das obige bewahrheiten, könnte es durchaus sein, dass die Massenproduzierten Gehäuse genau so aussehen, wie sie sollten – denn schließlich passt ja alles gut zusammen, die Funktionalität des Gehäuses können wir also bestätigen, und wenn die Produktion dann noch sauber abläuft und ein schönes Finishing drauf ist, schaut die Sache ganz anders aus.

Wir hatten das ganze zwar final angefordert (und waren deswegen auch selber erschrocken), aber da kann die Kommunikation wieder Schwierigkeiten gemacht haben. “Final” von der grundsätzlichen Form her ist es ja :) Und wir haben selber noch eine Erfahrung, es kann gut sein, dass bei solchen minimalen Mengen auch nichts besseres hergestellt wird (ist ja ein Kostenfaktor).

Alle Geräte, die ich bisher als Prototyp hatte (WIZ, F100, etc.) hatten MIND. 100 Exemplare – also deutlich mehr. Da rentiert es sich schon, die Maschine anzuheizen.

Warten wir also den Montag ab – da kann sich viel verdrehen :)

Quelle

Gehäuse nicht perfekt

Die Überschrift verheißt schon etwas Ungutes, oder? Ja, es ist auch irgendwie schon ein bisschen traurig, wenn man die Nachricht von MWeston liest:

The case fits, is totally functional and sturdy but it looks like the rev2 ones. I don’t know what the hell they were doing the past two months. Seriously.
I’m also trying to find out if these were made from recycled plastic or new pellets. Maybe that is why it still has rough edges and a greasy finish and a production run will be done differently.

Übersetzung:

Die Gehäuse passen, sind voll funktionsfähig und robust, aber sie sehen aus wie die aus wie die aus Testlauf 2. Ich weiß nicht, was zur Hölle, die Chinesen in den letzten 2 Monaten getrieben haben. Ernsthaft! Ich bin gerade dabei herauszufinden, ob die Gehäuse aus recyceltem oder neuem Plastik sind. Vielleicht ist das der Grund, warum sie noch raue Ränder haben und einen schmierige Oberflächenveredelung. Der Massenproduktionslauf wird komplett anderes laufen.

Was genau sagt uns das jetzt? Die Chinesen haben die verdammten letzten 2 Monate mit irgendetwas verbracht, was nicht einmal sichtbar ist! Das ist doch nahezu unglaublich, oder?

Leute, die keinen Wert auf Perfektion setzten, können bereits solch ein “unperfektes” Gehäuse bekommen. Alle anderen dürfen noch warten, bis es die ersten perfekten Gehäuse gibt. Ich persönlich spreche mich gegen diesen Schönheitswahn aus… mein Atari sieht auch nicht aus, als ob er nagelneu wäre, aber ich nutze  ihn trotzdem. Macht Schluss mit diesem Wahn!

Derweil gab EvilDragon bekannt, dass die Leute, welche die ersten Gehäuse doch abnehmen, vielleicht sogar ein Ersatzgehäuse bekommen werden, sobald diese fertig sind. Es wäre also nur eine temporäre Designfrage. Eine der ersten Pandorae haben und später Gehäuse wechseln, oder lieber warten? Das muss jeder mit sich selbst klären!

Wer eine der ersten 125 (nicht ganz perfekten) Gehäuse haben möchte, möge sich bitte im Diskussionsthread melden.

Diskussionsthread